Sonntag, 24. März 2013

Der elfköpfige Soziograph beobachtet Peters peinliche Blamage


[Der elfköpfige Soziograph beobachtet ein Gespräch von Martin, Matthias, Margareta und Peter, in dessen Verlauf Peter den Anschluss verliert, während der ES über dessen adäquate Beschreibung meditiert.]

Der Soziograph beobachtet die Genese von Peters Emersion aus einem Immanzgelände:

"Ihro philosophische Emergenz"
Vier Kavaliere parlieren beim Birthday-Brunch über Digitalklaviere. Über ihrer aller Lippen spielend zirkulierende Referenz: „und da“, „und dann“, „und bei dem Modell kann man gar nicht so“, „und was du gestern meintest“, „und so“. Die Gesten, verbale Inklusionsgesuche seitens Peters stranden am perlmuttschimmernden Gesprächsgerät von Martin, Matthias und Margareta. Silberfarben funkelnder Energieschild schützt das hermetisch pulsierende, ko-submersive Gesprächsgerinsel vor den Satz-Invasionen Peters. Der steht da. Verfehlt die verbalen Anschlusszüge jedesmal. Ahja. Haha. Peter lacht immer genau den kleinsten Augenblick später.

„Peter lacht immer genau den kleinsten Augenblick später“, denkt jetzt auch Margareta. Peter bemerkt erregbar jetzt auch das Denken Margaretas. Erschrocken versucht er noch verlegener das öffentliche Auftauchen seiner bis eben noch bloß u-bootischen Exklusion zu unterbinden. (Ein vergeblicher Versuch Peters.) Langsam und unerbittlich gedehnter drängt der gefüllte Verlegenheitsballon in Form von Peters unsicheren Augengesten an die Oberfläche des Gesprächsklimas: Jetzt steht Peter auf einmal als verlegene Emersion [„Emersion, die: Emportauchen des Festlandes über den Meeresspiegel, verursacht durch eine Landhebung oder durch eine Meeresspiegelsenkung. Gegensatz: Submersion.“ (Wiki)] am ihn bloßstellenden Strand des immanenten Gesprächsgeräts.

„Du bist draußen, Peter“, lacht Margareta.
[Allgemeines Gezeter]

[Die hintere alternative Ebene:]

Der Soziograph beobachtet die Genese von Peters Submersion unter das Immanenzgelände:

"Unterhalb der Prägnanzschwelle"
Vier Kavaliere parlieren beim Birthday-Brunch über Digitalklaviere. Über ihrer aller Lippen spielend zirkulierende Referenz: „und da“, „und dann“, „und bei dem Modell kann man gar nicht so“, „und was du gestern meintest“, „und so“. Die Gesten, verbale Inklusionsgesuche seitens Peters stranden am perlmuttschimmernden Gesprächsgerät von Martin, Matthias und Margareta. Silberfarben funkelnder Energieschild immunisiert das offene Gesprächsgelände vor den maritimen Satz-Invasionen Peters. Der steht da. Verfehlt die verbalen Anschlusszüge jedesmal. Ahja. Haha. Lacht immer genau den kleinsten Augenblick später.

„Peter lacht immer genau den kleinsten Augenblick später“, denkt jetzt auch Margareta. Peter bemerkt erregbar jetzt auch das Denken Margaretas. Erschrocken versucht er noch verlegener sein Abtauchen in u-bootische Exklusion zu hindern. [Letzter, vergeblicher Versuch Peters, durch müde Anekdoten erheblicher im Gespräch zu steh'n.] Langsam und unerbittlich sinkt Peters Gesprächsgerät unter die Oberfläche der erhobenen Gesprächsebene – Peters Submersion [„In der Differentialtopologie bezeichnet man eine differenzierbare Abbildung zwischen zwei differenzierbaren Mannigfaltigkeiten als Submersion, falls ihr Differential an jeder Stelle surjektiv ist.“ (Wiki)].

„Wo ist eigentlich Peter?“, lacht da Margareta.
[Allgemeines Gezeter]

1 Kommentar:

  1. Bernstein, New York:
    http://www.youtube.com/watch?v=1CDz62GNx1A

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