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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Poetry Guerilla: Steffen Popp - Dickicht


"Irgendwann im Sommer 2011 im Berliner Mauerpark: liest der Lyriker Steffen Popp vor einer kleinen Gruppe auf Decken neben dem Birkenwäldchen dieses Gedicht."

Montag, 29. August 2011

Was ist eigentlich nochmal "FLOW"? - Raprealschule, Textfabrik


Retrogotts Lehrstunde: Flowklischees ausgestellt.



"Du musst dich entscheiden. Ich habe Lust, mich zu streiten / ich lese zur Zeit ein Buch ohne Seiten / was nicht so schlimm ist, wie es abzuschreiben / den nackten Verstand an aus Sand bestehenden Buchstaben zu reiben. Ich rate dir zu bleiben, wenn du gefesselt bist: verwechsel´ es mit Freiheit. Ich streue die Asche politischer Verfolgter in die Wahlurne / trage Sportschuhe, ohne dass ich turne. Ich will die Fakeness nicht entlarven, sondern dich zertreten, solange du noch eine Larve bist / und dafür sind mir Turnschuhe gerade recht. In Hitlers Atelier auf der Suche nach der Farbe Schlecht. "Ich hab sie!" Führ ich die Künste an die Grenzen / Aus welchem Grund montierte man die Münder an die Menschen? Meine Jünger führen Tänze um das goldene Kalb auf. Ich zersäge Stammbäume, nehm es mit dem Wald auf / Ich bin verwandt mit der Wand, schreibe mit Lasern ein in Sanskrit abgefasstes Transkript der Bibel in den sogenannten "Himmel". Was geschieht. Ich bin halb Mensch halb Zeitmaschine auf Speed. Schweiß´ deine Stahlraps auf den eisernen Beat. Zeig´ der Rapindustrie die Kraft (d)einer Fabrik. Alles zuschütten. Jedes Loch stopfen. Alles abreißen. Einfach wegschmeißen. Alles aufheben. Kamera draufhalten. Sei ein Schwert, Erde aufspalten."

Sonntag, 7. August 2011

Alltagschoreographie




"Abgesehen von der baulichen Struktur gibt es noch eine weitere Größe durch die Bewegung choreographiert wird und sich Raum konstituiert. Die Beziehungen der menschlichen Körper untereinander spannen Räume auf, die wir als dynamische Ordnungen beschreiben. Diese dynamische Ordnung bildet flüchtige Räume, die jedoch gerade in ihrer Kurzlebigkeit eine starke Raumwirkung entfalten.
Indem der Film Zwischenräume ohne bauliche Kanten aus der Vogelperspektive einfängt und die dort stattfindenden Bewegungen dokumentiert, rückt die Beziehung der dynamischen Körper untereinander in den Vordergrund. So hebt der Film die Bewegungen aus der statischen Ordnung heraus und lässt die Menschen sich, wie in einer Choreographie, zu einander verhalten. Hast und Eile, Zögern und Verweilen, Ausweichen und Anhalten in der körperlichen Interaktion lassen den menschlichen Körper als flüchtige Architektur erscheinen, die den Raum ebenso bestimmt, wie die statische Ordnung."

Samstag, 6. August 2011

Mittwoch, 27. Juli 2011

Sonntag, 3. Juli 2011

Auf der Suche nach der verschmierteren Bleibe


(Marcus Klepper, CC BY-NC-ND 2.0)
Kuriose Auswüchse der um sich greifenden Gentrifizierung:

Dass sich solche Aufwertungsprozesse sogar auf subkulturellen Praktiken aufbauen lassen, zeigt sich in der Überführung von Ausdrucksformen der Hausbesetzungsbewegung in die Marketingstrategien der Immobilienwirtschaft. So verweisen etwa Immobilienanzeigen im Berliner Bezirk Friedrichshain – mit über 30 besetzten Häusern in den 1990er Jahren eine regelrechte Hochburg der besetzten Häuser – regelmäßig auf die »lebendige Atmosphäre« und die »vielfältigen kulturellen« Angebote. Für die Vermarktung von modernisierten Luxuswohnungen in einem ehemals besetzten Haus wurden explizit die Artefakte der Besetzerzeit erhalten. In der Wohnungsanzeige heißt es: »Das Treppenhaus ist nach altem Vorbild instand gesetzt und geschmackvoll farblich gestaltet. Die schönsten Graffiti-Kunstwerke der Vergangenheit wurden mit Klarlack in das neue Treppenhaus integriert und erhalten.« – Bei Mietpreisen von 2.500 Euro pro Monat ein schmückendes Extra.

Freitag, 10. Juni 2011