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Freitag, 20. Dezember 2013

Philosophie als "Entselbstverständlichung des Selbstverständlichen"

Mit einem kurzen Slam-Beitrag auf der Phil.Cologne wird hier Agitation in Richtung der richtigen Philosophie betrieben. Thema des Abends lautete "Ich verrate ihnen ein Geheimnis..."


Dienstag, 15. Mai 2012

Wo die wilden Werke wohnen? - Beim John


Wer füllt die Ur-Uter-Ius-Society mit neuen Begriffen wieder auf?
Der Philosoph ist der Freund des Begriffs, er erliegt der Macht des Begriffs. [...] Stets neue Begriffe erschaffen ist der Gegenstand der Philosophie. [...] Man kann nicht einwenden, daß die Schöpfung eher für das Sinnliche und die Künste gilt, so sehr verleiht die Kunst spirituellen Entitäten Existenz, und so sehr sind die philosophischen Begriffe auch "Sensibilia".
(Deleuze/Guattari, Was ist Philosophie?)
Um etwas gut zu finden, muß ich jederzeit wissen, was der Gegenstand für ein Ding sein solle, d.i. einen Begriff von demselben haben. Um Schönheit woran zu finden, habe ich das nicht nötig. Blumen, freie Zeichnungen, Peperoni mit Staub, ohne Absicht in einander geschlungene Züge, unter dem Namen des Laubwerks, bedeuten nichts, hängen von keinem bestimmten Begriffe ab, und gefallen doch.
(Kant, Kritik der Urteilskraft)
[RP 3.09.11]

Freitag, 17. Februar 2012

Artistische Grüße: Meistens muss man aber leider immer noch selbst vorbeikommen.


Die Kunst als Umweg: Kalle von Karls erfolgreicher Gruß als gescheiterte Kartenbestellung für John Bock. Luhmann hadert mit ähnlichen Schwierigkeiten:
Zur Praxis der Theorie gehört nicht zuletzt, daß man unter diesen Bedingungen sich erfolgreich öffentlich bewegen kann. Daher sind nicht nur die "Cartesian rules", sondern auch die "tribal rules" des Sozialsystems der Wissenschaft zu beachten. Nach diesen Regeln ist es kein leichtes Geschäft, eine Theorie zu verbreiten. Mit der Konstruktion von richtigen Sätzen ist es nicht getan. Oft muß man sogar selbst kommen.
(Luhmann, Die Praxis der Theorie)  

Donnerstag, 16. Februar 2012

Minima Irritabilia II: Rückkehr des pop-ästhetischen Lumpenproletariats in die Dominanzkultur

[Re-Entry vom 01.08.11]

Eine kleine, nicht ganz unbrauchbare Reflexions-Performance über den Untergrund:
Das Kellerkind sitzt mitten unter der Gesellschaft und begrüsst die Rückkehr des ästhetischen Lumpenproletariats in die Dominanzkutur...

Ein ergebnisoffenes Herumschrauben an den Kunstproduktionsmittel, das sich jedoch allzu absichtsvollen Berührungen durch äussere Diskurse verweigert und den Charakter eines dramaturgisch-halbdurchdachten, leicht irrsinnigen, aufklärungsresistenten Popvandalismus haben kann.

[Ergänzend zur Rand- und Grenzmetaphorik:  
"Die Bestimmung des Privat-Horizonts hängt ab von mancherlei empirischen Bedingungen und speziellen Rücksichten, z. B. des Alters, des Geschlechts, Standes, der Lebensart u. dgl. m. Jede besondre Klasse von Menschen hat also in Beziehung auf ihre speziellen Erkenntniskräfte, Zwecke und Standpunkte ihren besondern, – jeder Kopf, nach Massgabe der Individualität seiner Kräfte und seines Standpunktes, seinen eigenen Horizont."
(Kant, Logik)]
Dazu der CV der Künstlerdarstellerin Ariane Andereggen, die in ihren Versuchen der Frage nachgeht, 
"was geschieht, wenn eine Schauspielerin in die Rolle einer Künstlerin schlüpft, und dadurch versucht, diese untersuchbar zu machen. Diese Aneignung geschieht weniger über eine Identifikation mit der Künstlerperson, sondern eher über eine Neu-Einschreibung in das Methodenprogramm der Kunst des 20 Jahrhundert. Als ART-ACTOR überführt sie dabei Praktiken authentischer Kunstproduktion in ein selbstdefiniertes, experimentelles System, welches aus selbst auferlegten Regie- und Handlungsanweisungen besteht, mit welchen sie die Rolle eines Künstlers „performt“."

Dienstag, 8. November 2011

"Wenn du dich zum Untergrund zählst, reicht es nicht nur es zu sagen. Du musst noch sehr viel graben, um es zu werden."


Der wahre Untergrund ist nicht sehr dicht bevölkert (worauf auch das Kellerkind bei seiner frenetischen Begrüßung der "Rückkehr des pop-ästhetischen Lumpenproletariats in die Dominanzkultur" schon mit aller Deutlichkeit hingewiesen hatte):

Für die Wenigen, die von Zeit zu Zeit wieder fragen, d.i. das Wesen der Wahrheit erneut zur Entscheidung stellen.
Für die Seltenen, die den höchsten Mut zur Einsamkeit mitbringen, um den Adel des Seyns zu denken und zu sagen von seiner Einzigkeit.
Das Denken im anderen Anfang ist in einer einzigen Weise ursprünglich geschichtlich: die sich fügende Verfugung über die Wesung des Seyns. Ein Entwurf der Wesung des Seyns als das Ereignis muß gewagt werden, weil wir den Auftrag unserer Geschichte nicht kennen. Vermöchten wir die Wesung dieses Unbekannten in seinem Sichverbergen von Grund aus zu erfahren.
(Heidegger, Beiträge zur Philosophie (vom Ereignis....wuhuhuhu)


[Das Kinski-Original war das hier]

Sonntag, 5. Juni 2011

Mehr Bock: Der Trieb-Genialität-Dandy

Sonntag, 29. Mai 2011

Besser als Meese. John Bock [Unsere Großen NEUN]

...statt Diktatur Entropie der Kunst: Fernsehen vorm Einschlafen: Bettnachbar schaltet unkontrolliert vor dem dämmerndem Bewusstsein um: Programmstimme dissoziiert:



[Performance-Kunst-Ein-Mal-Eins: "Nicht alles, was verworren ist, ist Helge Schneider"]