Posts mit dem Label Hegel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hegel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 15. November 2011

Üpsielohns moderne Lyrik-Kiste IV: Der Mersch durch die Modulationen


Dia-le. Mersch durch die Modulationen!
Ups! Hier ist aber etwas durcheinandergeraten... Dito Mösch hat uns verschiedene Zettel mit Worten als Gedicht zugeschickt. "Dia-bolisches Gedicht durch Worte", stand da auf dem Umschlag. Kannst Du troztdem verstehen, was er meint?


Das
Dia-le, Me
Aus der Mitte meines Ambiguiden
Dia-phan. Dia-pan. Dia-plan:
Morgen: Kohlrouladen
Meta-Xy. Meta-Sta.. Neee. Da.
Du Nich Medda.
Da.Zwischen
Die Chiffern verwüschen:
"An ihren Bruchstellen
Geräte auf Schreibtüschen"

Samstag, 24. September 2011

"Leichtfüßig und formulierungsgeschickt über die Dinge gleiten" Luhmanns unbeachtete Skizze einer Theorie der "Intelligenz"


("Freischwebende Intelligenz", Quelle:www.iraff.ch)
Als gutgelaunte Pioniere der Systemtheorie scheuen wir keine Mühen, um auch wenig beachtete Theoriestücke des oerlinghausener Großmeisters der Beobachtung von staubigen Vorlesungsmitschnitten im Wortlaut abzutippen, um sie so (endlich) unters Volk zu bringen. Heute: Die Skizze einer Theorie des Mediums der modernen Intelligenz.

"Ich könnte mir vorstellen, (obwohl ich da also noch etwas zögere, das so wirklich zu sagen) dass es ein allgemeines Medium der modernen "Intelligenz" gibt, das genau darauf [auf die Beobachtung von Beobachtungen] bezogen ist. Sie finden in der parsonsschen Theorie in irgendeiner Ecke in irgendeinem dieser Kästchen das Medium "Intelligenz" -- und das ist nicht ausreichend ausgeführt. Aber man könnte sich vorstellen, dass wir, wenn wir unsere Gesellschaft (oder überhaupt irgendwelche Sachverhalte) relativ außerhalb der Funktionssysteme sehen, also zum Beispiel auch außerhalb des eigentlich wissenschaftlich zu verantwortenden Betriebs (der Forschung, des Testens von Hypothesen, des Datensammelns, undsoweiter) [...], wenn wir einen Schritt zurücktreten und die modernen "Intellektuellen" als Phänomen sehen, das darin nicht aufgeht, das also nicht nur bessere Forschungsresultate produziert, sondern generell über die Dinge redet -- Mannheims "freischwebende Intelligenz" zum Beispiel (das ist ja eine bloße Metapher natürlich). Dann könnte man sich vorstellen, dass dieses eine Generalisierung des Beobachtens zweiter Ordnung ist. Und dann könnte man sich auch erklären, wieso die Intellektuellen immer über andere Intellektuelle reden hauptsächlich. Also, wieso Habermas beschreibt, wie Derrida Nietzsche beschreibt, oder wie Hegel Kant beschreibt. Und andere wieder beschreiben, wie Habermas... Oder Parsons beschreibt Weber und die Parsonskritiker beschreiben, das Parsons Weber falsch beschrieben hat. Und das ganze läuft also auf der Ebene des Diskurses "Beschreiben von Beschreibungen", "Beobachten von Beobachtungen". Und in dieses Netzwerk, in dieses autopoietische Netzwerk der Intellektuellen kommen "Realitäten" nur "schockartig" rein.
[...]
Aber die Frage ist, ob dieses Medium "Intelligenz" eigentlich ohne eine realitätsbezogene Theorie der modernen Gesellschaft überhaupt etwas anderes kann als diesen Diskurs zweiter Ordnung führen und Schocks dann irgendwie mit dieser "Leichtigkeit", die Intellektuelle an sich haben, durch Umformulierungen oder Relativierungen oder durch neue "Ideen" [aufzufangen] (-- das "Sublime" ist jetzt zum Beispiel angeboten, nicht? Schlegel, August Wilhelm Schlegel, hat schon gesagt, das sei ein "vornehmes Abführmittel" -- und jetzt ist das im Moment "in", man kann das so sagen.) [...]
Aber auf dieser Ebene fehlt eigentlich ein Beitrag der Soziologie, wo man einerseits diese Beobachtungsfigur reflektieren -- also, über das Medium "Intelligenz" als Teil einer Theorie -- wirklich handeln könnte und andererseits die Problematik einer solchen Abhebung von Realitäten und die Auffangvorrichtungen selbst noch einmal beschreiben könnte." 

(Luhmann, Theorie der Gesellschaft (Autobahnuniversität, MC 7b))

Dienstag, 6. September 2011

"Schwing dich in den Sattel, Kleines!"


powered by Fotopedia

Ein Streifzug durch die Macht und Gegenmächte in der Organisation von Organisationen führt Luhmann tief in eine reflexive Theorie-Schlucht hinein, letztlich muss er anerkennen: 

"Die Zurückhaltung, Verlangsamung oder auch nur unkooperative, wenig opferbereite Erbringung von Leistungen, die anderswo benötigt werden, wird bei hohen Interdependenzen zur Machtquelle ersten Ranges, die weder auf physische Gewalt zurückgeht, noch über Drohung mit physischer Gewalt bekämpft werden kann."
(Macht)
Sein einziger Ausweg: Entparadoxierung des Paradox -- er pfeift sein Pferd zu Hilfe und ruft nach Herr und Knecht.

"Die Macht, die bei den Untergebenen anfällt, fällt ihnen als Einzelnen, allenfalls als Cliquen zu. Sie ergibt sich aus Situationen, bleibt abhängig von persönlicher Initiative und hinreichendem Vorverständigtsein. Erst recht kann es nicht zu einer schlichten Umkehrung, zur Machtübernahme durch die Untergebenen kommen; denn ihre Macht beruht strukturell auf ihrer Stellung als Untergebene und auf der relativen Impotenz ihres übermächtigen Vorgesetzten. Gewiß können einzelne Untergebene danach streben, unter Verzicht auf die Macht ihrer bisherigen Stellung Vorgesetzte zu werden; aber sie können sich nicht verhalten wie ein Pferd, das versucht, sich selbst in den Sattel zu schwingen."
(aaO) 

Montag, 13. Juni 2011

Flusser räumt zwischen reversiblen Kabeln auf und findet den Müll-Kultur-Müll-Kreislauf als Basis für die hegelsche Dialektik


Flusser: Glück ist immer unbewusst, die Reflexion macht uns (leider) aus dem kugelrunden Frohsinn herausfallen. Und noch: faschistische (lat. fasces) Schaltung versus reversible Kabel (heute spricht man hier weiterführend auch von one-to-many und many-to-many-Verschaltung). 



Subjekt und Objekt werden zu einem Sand zerrieben [erinnert im übrigen an Henryk Broder, der Vilém], aus dem Menschen negativ entropische Sandburgen bauen: