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Montag, 23. September 2013

Aufklärung Total: Von wo aus spricht ein Philosoph?


Universalbeleuchter
Philosophie scheint, auf einen ersten Blick, an der Aufklärung unklarer Verhältnisse interessiert zu sein. Wer Philosophie betreibt, der klärt, wie andere Wissenschaften auch, auf, was zuvor verdunkelt oder verwirrt wirkte. Er löst Knoten, Probleme und Rätsel, stellt keine neuen Rätsel auf und verknotet auch nicht, was vorher unverknotet und klar vor ihm lag. Ein so verstandener Philosoph ist ein allgemeiner Löser. Kompakte und komplexe Gegenstände sind die Phänomene seiner Wahl. Er stellt aus ihnen aber keine Verbindungen her, ist kein Alchemist, sondern zerlegt und zerstückelt, analysiert, um die vorausgesetzten komplexen Phänomene aufzuklären. Der Philosoph geht also nicht nur mit einer Laterne herum, er stellt zu jedem Phänomen ein Licht, um es detailiert zu beleuchten, oder er versucht, die Leuchtkraft seines einen Lichtes so zu steigern, bis alles (bis auf die äußersten Ränder vielleicht) erleuchtet ist, oder sein könnte, wenn sich jemand die Mühe macht, die so beleuchteten Phänomene noch einmal eigens abzuschildern. Das Ziel solcher Philosphie ist Aufklärung Total

Aufklärung Total ist prima. Da bleibt nix übrig, was beunruhigt. Alles steht in beruhigender Helle vor der bloß zeigenden, beschreibenden, nicht-verfälschenden Beleuchtung des Philosophen. Es besteht also kein Anlass dazu, "Angst vor der Wahrheit" (Boghossian) zu haben. "Beruhigt euch, die Wahrheit ist kein Abgrund.", die ist einfach nur so, wie sie ist: neutral, nicht furchterregend. Wer so eine Wahrheit weiß, der muss überhaupt keine Konsequenzen fürchten. Alles bleibt, wie es ist. Denn die Wahrheit ist zum Beispiel: "Der Jupiter hat über dreißig Monde." (Boghossian, S.19). Mit so einer aufgeklärten Wahrheit kommt ja wohl jeder klar, das ist echt kein Problem. So eine Wahrheit sieht einfach super tatsachenmäßig aus, die macht überhaupt keine Faxen. 

Aus diesen paar Bemerkungen kann man schon gleich die allgemeine Verortung des aufklärenden Philosophen ableiten: 
  • Der aufklärende Philosoph hat einen Beleuchtungsvorsprung vor einer ganzen Menge anderer Leute. Er muss sich, wenn er sich an die "Öffentlichkeit" wendet, deshalb nur überlegen, wie er seine komplexen Einsichten an die unterbelichteten Menschen da draußen bringen kann, wie er sie wirklich "da abholen" kann, wo sie sich so aufhalten.
  • Der aufklärende Philosoph geht also als besserwissender Löser an den Start, er korrigiert die verwirrten und verwickelten Standardmeinungen seines Publikums und redet deswegen altväterlich-überlegen oder jugendlich-besserwisserisch: klassenprimusmäßig.
  • Der aufklärende Philosoph redet nüchtern und vernünftig. "Die Anderen sind verwirrt: ich darf die nicht noch weiter verwirren." Deshalb: Ansätze zur Kindersprache, "Die Butter ist im Kühlschrank"-Beispiele und damit es auch jedem klar wird: "Ein Philosoph sieht die Welt wie ein Alien": sieht also vielleicht verrückt aus, die Philosophie, ist sie aber nicht.     

Montag, 5. August 2013

Dialektik der Überzeugung - Versuch über parasitäre Persuasion


tl;dr: Die Selbstüberzeugung findet durch das Ohr des Anderen statt.

Ereignisprotokoll eines Arbeitstags der und durch Doktorandin Lisa Bohn:
Beobachtungsgelände an Sommertag
(Mundus Gregorius, CC BY-NC-SA 2.0)
Mitten im Getümmel Kopfgewürm. Noch Knirschgewirr in der Kopfstube. Tee zum Mitnehmen einmal für mich erstmal. Dann: Stolpern über unglückliches Geschirr. Verzweifeln am Geschirr der Straße (Straßenbahn). Das verwickelte Gespann vorne vor mir bemüht sich derweil schon um Kerngehalte: Beide gehen gerade gemeinsam an einer dünnen Spannung entlang, gesprächsweise, solange beide dazu unsicher genug sind. An ihren Ge-sichtern vorbei Irritation und Zittern bemerken, ob der Andere denn - wenn sie was sagen - sie überhaupt und sie sich selbst denn verstanden haben. "Sag mir doch bitte, ob, was ich gerade gesagt habe, noch sinnvoll war." Die eigene Sinn-Angst für friedvolle Sommernachmittage. An diesem Nochsinn entlang, um diesen Nochsinn herum verspannt also die beiden Beteiligten vorne auf der Sommerstraße. (Gegenseitige Gewährung mittelfristiger Sinn-Kredite) "Bitte beglaubige mich doch!" Und: "Ich will Dich ja gar nicht überzeugen! Mich von mir sollst aber du!" "Eine gegenseitig sich gewährende Überzeugungskommune", denkt da Lisa Bohn: Wenn du mich von mir überzeugst, überzeuge ich dich von dir. "Ein gedanklicher Nichtangriffspakt", denkt da Lisa Bohn: Oder anders: Ein jeder versucht sich selbst im Andern zu überzeugen. "Wenn ich dich endlich überredet habe, muss ich ja selbst überzeugt gewesen sein!" 
Lisa Bohn denkt in das vor ihr gehende Gespann, ihren Tee zum Gehen noch in der Hand im unglücklichen Geschirr, folgende Gedanken: "Ich lege den Schwerpunkt meiner Überzeugung einfach in den Kopf des Anderen rein." 
Lisa Bohn denkt auf einmal ROBERT PFALLER INTERPASSIVITÄT wie Scheinwerferleuchten für Theoriesuperhelden ins eigene Kopffirmament hinein. "Muss man nicht alles immer selber tragen: Die Last der eigenen Argumente, wenn wenigstens der Andere dran glaubt! Deshalb laber ich jetzt den ganzen Tag anderen Menschen meine Überzeugung in ihre Köpfe rein!" Sinkende Überzeugungsschiffe in chronischer Schieflage.
Wieso Lisa Bohn das jetzt eigentlich erzählt, ist nicht ganz klar - sammel hier nur schimmernde Steine fürs messianische Mosaik. ["Ich mach bizznezz"]: Verwalter der Welt: 

"Marlene verliert ihre Augen mittags am Sommertag beim Flanieren in der Einkaufspassage." 

Ich glaub mein Auge zahnt. 

Sonntag, 1. Juli 2012

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part IV: Keine Ahnung!? - Bessere Tarnung!


Der Universitator zwirbelt sich im Bart. Er hat nichts getan. Er hat nichts gelernt. Der Universitator weiß aber, wie sich daraus trotzdem noch was machen lässt. In den letzten Monaten war er an vielen Universitäten unterwegs, um die zwei wichtigsten Regeln für gelungenes Selbstmarketing für Sie ausfindig zu machen.
1. Regel: Lernen Sie erkennen: Stets wird überall mehr gesprochen, als irgendwie überprüft werden kann. Lernen Sie daher den Unterschied von Möglichkeit und Wirklichkeit zu ihren Gunsten zu nutzen. Sagen Sie einfach: "Wittgenstein sagt "Jedes Tun ist immer auch Spiel."" Wer, wenn nicht ein Wittgenstein-Experte, will Sie hier widerlegen, ohne eigene Bloßstellung zu riskieren!? Beharren Sie daher auch bei Widerspruch immer auf ihrer ersten These.
Oder werden Sie sogar forscher: "Das steht ja alles auch schon bei Sellars!" oder "Was Du da gerade anführst steht so überhaupt nicht bei Davidson." - lernen sie dazu unbedingt Unsicherheiten Anderer gut einzuschätzen: Um einen mediokren Kenner mundtot zu machen reicht meist schon selbstbewusstes Auftreten.
2. Regel: Überfordern Sie ihre Gegner durch die Ausstellung von Wissen, das Sie selbst auch nicht besitzen. Wer ein gutes Gedächtnis sein eigen nennt, liest selbst schon lange keine Texte mehr. Informieren Sie sich bequem im Internet und beherzigen Sie folgende einfache Weisheit: Jede Meinung, die ein irgendwie anerkannter Wissenschaftler über irgendeine wissenschaftliche Person irgendwann irgendwo einmal geäußert hat, gehört ab jetzt Ihnen! Denn: jede dieser Meinungen ist mindestens gut genug, um sie noch einmal in einer Diskussion als Ihre eigene zu verkaufen! Was aber tun bei Kritik!? Reagieren Sie (ohne zu übertreiben!) unwirsch, beharren Sie aber in jedem Fall auf Ihrer Position (denn Sie wissen ja: Irgendein anderer hat das auch mal so gesehen (wie Sie jetzt) und der wusste auf jeden Fall mehr von dem, was er da dachte, als Sie.). Zur Not mit einem abschließenden "Ich teile Ihre Position im Bezug auf diesen Punkt überhaupt nicht." die Teil-Debatte beenden.

[Re-Entry 26.01.11]

Freitag, 16. Dezember 2011

"Der Urlaub war so schön."




Ein politisch-historisches Psychogramm:
Bleib nicht stehen. Lauf nicht weg. Geh einfach ganz normal weiter. Vöglein flieg. Ikarus. Deadalus. Der Vater muss / sehen wie sein Sohn fällt. Und der Holocaust / kommt doch nicht aus Hollywood. Warum mit den Toten reden, wenn wir die Lebenden schon nicht verstehen? Warum überhaupt reden, wenn das Geschichtsbuch alles besser weiß? "Du störst mich. Geh bitte weg!" Sauberkeit. Der ewige Dreck.

"Der Urlaub war so schön." "Der Urlaub war so schön."

Warum jetzt dieselben Fragen wie immer stellen? "Der Urlaub war so schön." Und erst die Terrorzellen. Das Militär war grundauf sympathisch. Mach den Mund auf und sag nichts. Bist du Politiker oder bist du Prediger? Bist du Aufgabenerteiler oder -erlediger? Letzte Frage: sinnlos.

"Der Urlaub war so schön."

Der Urlaub hat nicht stattgefunden. Das Flugzeug ist in die Stadt geflogen an-statt zu landen. Die Erde wird umkreist von Trabanten, während alles um die Sonne kreist umkreist die Sonne sich im Geist.

"Der Urlaub war so schön."

Menschentransport. "Deportation", was für ein Wort. Abschied für immer? "Von wegen." Nach der Verabschiedung fängt es erst richtig an. In Gesetzen / festsitzen. Die Epoche geht zuende, die Idee lebt weiter. Deutschland entnazifiziert? Es muss weitergehen.

"Der Urlaub war so schön."

Fragt nicht: "Warum du?" frag: "Warum jemand anders?"

"Der Urlaub war so schön."

Mittwoch, 14. September 2011

Der elf-köpfige Soziograph auf Bildungssreise XXIV

Der elf-köpfige Soziograph lauscht den großen Metaphoren. Alle im Bau schweigen still, ritzen müde Kannibalen ins Blatt. Jürgen, der Routinier, Jürgen, überstrahlender Stern einsamer Leuchtkraft am ideellen Firmament. Jetzt rückt Jürgen sein Papier zurecht. Alle Augen zeigen Alarm: Ein erster Schwank als Versuch in die Menge geworfen, verbales Honigkaramell. Doch schon verwittert seine Ironie ungenutzt im Aufmerksamkeitsgeäst. Du dröges Publikum!, sagt in seinem Kopf etwas echauffiert, Kannst du nicht zuhören? Murmeln purzeln durch die Luft, das Klima wird instabil. "Mein Kopf steht hier flach im Raum, wenn ich etwas sage. Mein Kopf geht als Atmosphäre durch den Saal." Jürgen stiehlt heimlich Eigentum, der Kugelschreiber ist jetzt seiner, vorhin im Hotel der Mantel jetzt auch. Er verliert den Faden. Er kommt aus dem Konzept. Keiner reißt sich jetzt noch zusamm. Hinten einer bricht sogar implosiv in Lachen aus. Das war nix. Dann doch lieber Latinismen: Jedoch das fundamentum inconcussum ist schon verloren, der Text ohne Profil, der Vortrag als Schlacht verloren. Opossum Absconditum. Munter und jung der Kollege übernimmt das Ruder. Einer der Rezipienten rettet ein Bild aus dem Tumult. Der Soziograph legt den Stift zur Seite.

Der Kosmos fließt (als Bewusstsein) wieder in sich selbst zurück [Remanationstheorie]

Dienstag, 2. August 2011

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part VIII: Irgendwelche Probleme!? - Einfach manifestieren!


Der Universitator öffnet die Augen. Umstellt von Negativität, Fahlheit und Demotivation, Schreibblockaden und driftend vergeigten Tagen: keine Perspektiven hier, sieht er sogar mit falschem Fokus. Na klar, das sieht trübe aus, keine Manifestationen weit und breit, keiner zieht hier Erfolg in sein Leben rein. "Hat denn mal wieder keiner auf seinen Bauch gehört!? Aber nur ein gutes Gefühl manifestiert sich doch erfolgreich!" ABWARTEN...



Aber wie genau soll man das denn alles schaffen? Und wenn du dich jetzt fragst: Alright, was wird mir denn heute noch alles GROßartiges passieren? Und wenn du jetzt denkst "Hey, wouw, das sind aber .. sträijndschö Fragen!", dann schau mal einfach hier noch weiter [Aristoteles Kausalitätslehre light]:"

Sonntag, 12. Juni 2011

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part VII: Körperversprecher: "Aber das Wort ist ja die Tat."



(Quelle: http://www.christianlendl.com/ )
Mit Augen, Ohren, Mund und Nase allein, vor allem aber auch dem urzeitlichen Faltenwurf über seiner gewitterlichen Stirn und dem eigentümlich griechischen Bauch entfaltet der Universitator schon genug Überzeugungskraft, um alle müden Pferde aus dem Stall zu locken. Die Arme zeichnen die Gezeiten in den Wind, die Haare wehen die ersten Symbole in die Luft: von allen Augen deine hat er durch seine Tricks berückt - und teilt mit seinen ritterlichen Händen die Welt in Licht und Schatten zum ersten Mal. 

Er löst sich sicher aus der Mitte, lässt den linken Arm locker nach unten fallen, ein foucaultsches Pendel zeichnen die Fingerspitzen verschwindende Figuren (Menschengesichter?) in den Sand [sic]. Der Universitator ist ein Archimedes der Worte, der letzte sichere Punkt in einer Herde desorientierter Sophisten: die Fliege kennt sich wieder aus und findet von allein den Weg aus ihrem Fliegenglas

Sein Kopf flieht nach hinten, der Universitator ist ein Präsentator, der verbal attackiert wird. Aber so braucht ihm eigentlich keiner komm: Er legt den Kopf zur Seite, um Angreifbarkeit zu signalisieren und holt aus zum finalen Schlag: Weltende.

Mittwoch, 20. April 2011

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part VI: Frag Theophrast - Gerede und Gerüchte



Der Universitator, Kinn wie Bleistift, auf die letzte Lektion ungemütlich unvorbereitet. Thema der Sitzung heute "Über sich richtig (!) reden machen: Frei fabulieren und Falsche Freunde Früh Erkennen [Das FFFE-System (c)]": 

"Eins müsst Ihr alle Euch von vornherein klar machen: Gerüchte dürft Ihr nicht vermeiden, aber ihr müsst sie lenken, steuern, streun: Fama [Fame] soll eure Namen durch die Straßen tragen! Aber bitte immer Vorsicht: "Das Gerede regiert auch die Wege der Neugier" (SuZ, 173)! Beim Gerede gilt nicht Seyn sondern vorlegen können. "Wenn im alltäglichen Miteinandersein dergleichen begegnet, was jedem zugänglich ist und worüber jeder jedes sagen kann, wird bald nicht mehr entscheidbar, was in echtem Verstehen erschlossen ist und was nicht." (Ebd.) Aber das müsst ihr anerkennen, nutzen.

Und hört auf Theophrast (nicht den "Bombast von Hohenheim"), den früher Soziographen:

"Der Gerüchtemacher aber ist einer, der bei der ersten Begegnung mit einem Freund sogleich seine Miene entspannt und lächelnd fragt: "Woher kommst Du?" und "Hast Du etwas zu berichten? Wie geht´s? Kannst Du darüber etwas Neues sagen?" Und als wolle er ihm ins Wort fallen, fragt er: "Wird etwa schon etwas Neues herumerzählt? Aber die augenblicklichen Nachrichten sind doch auch schon gut!"" (Charaktere, Kapitel 8)."

Mittwoch, 2. Februar 2011

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part V: Probleme mit deim DHV!?

(Quelle: http://www.christianlendl.com/ )
Blick zur Seite. Einen kleinen, gemächlichen Sip vom ausgeschenkten Kaltgetränk, nachlässig nochmal so ziehen an der Kippe. Der Universitator gehört zur High Society. Aber er erzählt überhaupt nichts besonderes über sich, kommt nicht gleich und sofort mit seiner DHV-Story an. Und die Leute kommen alle trotzdem ganz von allein. Aber wieso? Der Universitator hat sich informiert, wie das mit der Selbstunterbietung als pimpiges Geschäft gut funktioniert:

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part III: Bestes Selbstvertrauen


(Foto: Christian Lendl, CC BY-SA 3.0)
Der geschickte Universitator lädt heute eine Geistesgröße zum Gastvortrag: Das Steuer der Selbstsicherheit für einen Moment aus der Hand, es einem anderen, einem, der man nicht schon selbst ist, anheimzugeben, macht ihn, er gesteht es nur sich selbst, unsicher. Er wippt (unmerklich, aber mit Risiko!) auf den Fußspitzen hin und her und drückt innerlich die Daumen, dass das nicht in die Hose geht, was sein Genosse da vorbereitet hat. Der liest vom Blatt [Naja, kann wenigstens schon nicht so viel schiefgehen...].

"Da alle Kommunikation, ja jedes sichtbare Verhalten, etwas aussagt über den, der sich verhält, ist Kommunikation, ja schon das Gesehenwerden schlechthin, ein riskantes Unternehmen, das der Absicherung bedarf. Immer gibt der einzelne durch sein Verhalten mehr Aufschluss über sich selbst, als er mit seinem idealen Selbst abstimmen kann und bewußt mitteilen will. Schon das Erscheinen überhaupt setzt daher ein Mindestmaß an Vertrauen voraus, nämlich das Vertrauen, nicht fehlgedeutet zu werden, sondern im großen und ganzen so angenommen zu werden, wie man sich zu zeigen wünscht. Es gibt Menschen, die diese Vertrauensbedingung so stark erleben, daß ihnen schon das bloße Anwesendsein und erst recht alles Handeln in Gegenwart anderer Schwierigkeiten bereitet. Ihr Aktionsradius ist, mangels Vertrauen, entsprechend begrenzt. Ihre Unfähigkeit, Vertrauen zu erweisen, begrenzt dann auch ihre Möglichkeit, Vertrauen zu erwerben. Das Handlungspotential wächst in dem Maße, als das Vertrauen wächst - das Vertrauen in die eigene Selbstdarstellung und in die Fremdinterpretation der eigenen Selsbtdarstellung. Mit diesem Vertrauen werden neuartige Verhaltensweisen möglich: Scherze, unvertraute Initiativen, Schroffheiten, abgekürzte Sprechweise, wohlplaciertes Schweigen, Wahl heikler Themen usw., durch deren Bewährung sich Vertrauenskapital ansammeln läßt."

(Luhmann, Vertrauen. Ein Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität, 49)

Samstag, 11. Dezember 2010

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part II: Die Blickkontrolle

(Quelle: http://www.christianlendl.com/ )
Mit seinem neuen, légèren Blick zwischen den Ohren sitzt der Universitator - zunächst abwartend und still - in seinem römischen Lieblingscafé: die elegante junge Frau hat ihn bis jetzt noch nicht gesehen. Er zückt sein Leder-Schreibe-Futteral und gibt sich müde bis nachdenklich-versunken, hält den Kugelschreiber kurz an den Mund, blickt unvermittelt zum Fenster, als habe er gerade eine prima Idee. Der Universitator weiß genau, wie das abgeht: Es ist die Suggestion von interessierter Abwesenheit, die den Ehrgeiz seines Gegenüber todsicher provoziert.  Er lehnt sich souverän zurück und wartet jetzt nur noch ab, was passiert...

Der Universitator war in den letzten Monaten für Sie auf Recherche-Tour, um Ihnen die Geheimnisse der Blickkontrolle taufrisch aufzutischen. Hier sind seine drei unbestechlichen Regeln für Ihre persönliche "Ökonomie der Blicke":

Regel 1: Ihre Blicke sind der Schlüssel! Vergessen Sie alles, was Sie bei Axel Honneth über "Unsichtbarkeit" gelernt haben, und machen Sie sich klar: Erschütterbare Personen reagieren stets sensibel bis verängstigt auf aggressives Desinteresse. Wenn Sie also jemanden mit garantiertem Erfolg dazu bringen wollen, sich noch bis zum nächsten Frühstück Sorgen darüber zu machen, was er Ihnen gegenüber falsch gemacht haben könnte: ignorieren Sie ihn, sobald er den Raum betritt! Mein Tipp (vor allem für Fortgeschrittene): Den größten Erfolg haben Sie, wenn Sie Ihren Blick zunächst in Richtung der Türe halten, durch die Ihr Opfer eintreten wird. Drehen Sie dann - kurz bevor sich Ihrer beider Blicke treffen würden - Ihr Gesicht ruckartig weg (unbedingt zuvor vor dem Spiegel üben, Fehlergefahr!) oder beginnen Sie im selben Moment unvermittelt ein Gespräch mit Ihrem Nebensitzer. Ich verspreche: Die Wirkung Ihrer heimlichen Intervention wird Sie überwältigen!

Regel 2: Ihre Blicke verraten Ihre Schwächen! Wenn Sie vor einem größeren Publikum sprechen, vermeiden Sie tunlichst, sich auf diejenige Person zu konzentrieren, deren Wertschätzung Ihnen am wichtigsten ist. Zu viele Blicke verraten immer Ihre Abhängigkeit! Aber Vorsicht! Blicke aus dem absoluten Off oder ins mentale Nirgendwo hinterlassen schnell den Eindruck, dass bei Ihnen nicht mehr alle Blätter am Baum hängen. Verteilen Sie Ihre Aufmerksamkeit also stets gleichmäßig und gutmütig in alle Richtungen.

Und die wichtigste aller Regeln, Regel Nummer 3: Zeichnen Sie mit Ihren Blicken aus! Wer die Preise der eigenen Blicke in die Höhe treiben will, muss den Eindruck erwecken, dass sie rare Ware sind. Grundsätzlich gilt es, hier drei Blick-Typen zu unterscheiden:  

Typ 1 - Der unsicher-verlegene Typ: sein Blick bleibt beim Gehen meist auf den Boden gesenkt, direktem Blickkontakt weicht er - wann immer er kann - aus, um anderen Platz zu lassen. Fazit: Ihn können Sie mit ein paar einfachen, forschen Anblicken aus dem Game schleudern! Typ 1 ist ein hoffnungsloser Fall.  

Typ 2 - Der freundlich-involvierende Typ: sein offener Blick signalisiert Kommunikationsbereitschaft, ist einladend und zugänglich. Dabei wird er allerdings leicht zum ausgenutzen Dussel ("mit dem man´s ja machen kann").  Fazit: Wenn Sie selbst einer von dieser Sorte sind: Eignen Sie sich die Regeln 1-3 so gut Sie können an. Wenn nicht, verwenden Sie alle Regeln so gut Sie können gegen das freundliche Gehabe von Typ 2. 

Typ 3 - Der auszeichnend-distinguierende Typ: Typ 3 unterscheidet mit seinen Blicken zwischen Wert und Unwert. Einen registrierenden Anblick von ihm muss man sich erarbeiten. Dabei schätzt Typ 3 stets kontext-sensitiv ab, wann es am Platze ist, Anerkennungsnoten zu verteilen. Fazit: Wenn Sie selber so einer sind: Weiter so! Für alle anderen gilt nachdrücklich Regel 1.

Sonntag, 5. Dezember 2010

"Dem Bewahren, Schönen, Guten": Ein offener, nachdenklicher Brief an den Verfasser


Lieber Herr Gustav Seibt,

vielen Dank für Ihren wundersamen Beitrag zum neuen Konservativismus im "Süddeutsche Zeitung Magazin". Da haben Sie nicht nur eindrücklich bewiesen, auf welche Höhen sich eine konstruktivistische Meta-Kritik im "Stile" eines "Ich erklär´ uns nochmal, wieso die da draußen alle so ängstlich sind" hinaufschaukeln lässt, sondern deuten auch gleich schon im gewählten Titel an, was sich mit unserer schönen guten alten deutschen Sprache so alles noch anstellen lässt, wenn man sich erstmal alle Hemmungen aus der Brust genommen hat: 

"Dem Bewahren, Schönen, Guten." - Das ist echt nicht mehr nur frech, das ist - und man kann das gar nicht anders sagen - umstürzlerisch. "Als Historiker", heißt es im Beitext, sähen sie auch das Konservative "historisch". Das klingt gut. Distanziert irgendwie. 

Aber, lieber Herr Seibt, was machen Sie da eigentlich in Ihrem Text?  

"Das Konservative zeigte sich in den letzten Jahrzehnten vor allem als Rhetorik und als Stil", heißt es am Anfang. Hm, okay. Das verstehe ich nicht ganz genau, aber es klingt wieder hübsch deskriptiv und ein bisschen überlegen auch: Meine konservative Rhetorik, dein konservativer Stil, unser, euer konservativer Stil. Das sollte man sich vielleicht merken: Dein modernistischer Stil ist mir etwas unangenehm. 

Aber inzwischen habe sich Ihnen zufolge deutlich was verändert. Denn, seit wir in Deutschland wieder Demografiedebatten führten, sei das Konservative nicht mehr nur "Diskurs- und Stilangebot" sondern ein "Reaktionsmuster". Nicht mehr nur wie bei Botho Strauß und so, sondern also richtig jetzt. Ja, also, ich muss gestehen: ich verstehe das wirklich nicht so genau, was Sie da eigentlich genau mit sagen wollen.

(Dass irgendwie eine bedenkenswerte Verbindung besteht zwischen Bahnhof, Bäumen, Brennelementen und Buschkowsky würde ich Ihnen ja einräumen, auch, dass hier überall der Begriff der "Konservierung" am Platze ist, ob man das aber als "Reaktionsmuster" [mit "behavioristischer Rhetorik" mag ich da gar nicht anfangen] beschreiben sollte, bezweifle ich nachdrücklich.)

Alice Schwarzer, Necla Kelek und der alte Sarrazin tauchen dann noch einmal grau und betreten am Seiten-Aus auf, blicken dem Leser ratlos ins Gesicht, und dann noch die Bemerkung, dass deren Publikum "weißhaarig und bildungsbürgerlich" sei. Und: "wer heute eine Wohnung mietet, schaut längst auch auf die Namen an den Klingelschildern" (ist das ein heimliches Rilke-Zitat?), das hat mich dann aber ernsthaft irritiert.

Das Schluss-Panorama soll dann offenbar ausgewogen und nachdenklich klingen: "Protestbewegung für die ganze Familie", dieser neue Konservativismus. Richtig auch, natürlich, der Protest, auf seine Weise, Naturschutz und so, das wird doch keiner ernsthaft bestreiten!? - Nee, auf keinen Fall. 

Und ans Ende dann noch ein erstaunlich (und ist das vielleicht schon wieder frech?) unvermitteltes Zitat von Ernst Troeltsch, "Theologe und Freund Max Webers 1896 bei einem Philosophenkongress"

"Alles wackelt" - und da habe er "recht behalten", der Troeltsch.

Schluss. - -

Ich war nach der Lektüre Ihres Textes äußerst inspiriert, auf eine dubios-verschrobene Weise bekam ich sogar Lust auf mehr Bildung und blätterte - beinahe ganz ohne eigenes Zutun - in Alfred North Whiteheads "Prosecco and Reality" und stieß dabei - mag es Zufall gewesen sein? - auf dieses schöne Zitat:

"THE chief danger [...] is narrowness in the selection of evidence. This narrowness arises from the idiosyncrasies and timidities of particular authors, of particular social groups, of particular schools of thought, of particular epochs in the history of civilization. The evidence relied upon is arbitrarily biased by the temperaments of individuals, by the provincialities of groups, and by the limitations of schemes of thought." (S. 512)

Das wollte ich Ihrem schönen Text einfach noch hinzufügen und verbleibe mit - nicht bloß rhetorischen - Grüßen,

der aufgewühlte Sprachdubitator

Samstag, 27. November 2010

Des Universitators gescheite Rhetorikschule - Part I: Phraseologie

(Quelle: http://www.christianlendl.com/ )
Mit zwanzig unangerührten Lexika in der Hinterhand räumt der Universitator mit den Mythen gelingenden Redens und Schweigens auf. Er sitzt Ihnen in Ihrem Universitätsseminar schräg gegenüber, funkelt Ihnen wach und herausfordern (aber nicht zu herausfordernd!) in die Augen, charmiert bei seiner ersten Wortmeldung overwhelmingly und zeigt mit einer schnellen, euphorisierenden Handbewegung an, dass er auch jetzt Herr der Lage bleibt

Der Universitator hat sich in den letzten Wochen für Sie auf die Reise gemacht, um rhetorisches Geschick billig an den Mann zu bringen:

Part 1: Achten Sie bitte auf Ihre Phraseologie:

Rhetorik kann ein gefährliches Werkzeug sein. Wichtig: Achten Sie immer zuerst auf die verbalen Bedrohungen aus Ihrer nächsten Umgebung. Viele - vor allem perfide - Menschen, die "coram publico" agieren, verwenden "Schwarze Rhetorik": unerhörte Sätze, mit "Killerphrasen" gespickt, die Sie aus der Fassung bringen, Sie diskreditieren und dekomponieren sollen. Solche Sätze sorgen dafür, dass Sie sich in Ihrer eigenen Unbeholfenheit verlieren. Beherzigen Sie also die erste aller Grundregeln gelingenden Sprechens: SIE sind der Souverän und ein Gespräch ein gestaltbarer Organismus, auf den Sie selbst als Sprecher Einfluss haben.

Zweite, wichtigste aller Grundregeln: Bleiben Sie zackig! Komplizierte Sätze, Substantiv-Monster, Fremdworte, aber zuallererst und vor allem: Nebensätze, gehören zum Repertoire der schwachen Sprecher. Die können Sie durch knallige Sätze, die wie Leuchtreklamen in den Raum platzen, schnell wegputzen. Elf Silben müssen reichen, um zu siegen. Seien Sie ruhig lockerer und cooler im Gebrauch von Slang-Ausdrücken als Ihr Gegenüber, verzetteln Sie sich aber vor allem nicht: Wenn Sie die Ausführungen eines Sprechers in der Diskussion nicht verstehen, verlassen Sie sich drauf, dass es großen Teilen des Publikums genauso geht. Statt unsicher zurückzufragen, blamieren Sie lieber Ihr Gegenüber mit Reaktionen wie:

"Was soll DAS denn jetzt hier?", "Ich verstehe nicht, von was Sie da sprechen." oder "Ich glaube, Sie haben nicht verstanden, um was es hier gerade geht."

Und die dritte aller ersten Grundregeln Ihres Erfolgs: Versuchen Sie, die richtige Punchline für Ihr Ego-Business in Ihrem Kopf fest zu installieren:

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Don´t mess with Precht

 © Raimond Spekking / Wikimedia Commons/ CC-BY-SA-3.0
Erst kürzlich hat der jüngste unserer deutschen "Starphilosophen", Herr Dr. Richard David Precht, sich wieder einmal eingemischt in die "öffentliche Debatte". Mit gedämpfter Stimme, schwankenden Haaren und seiner unschlagbaren Rhetorik, hat er sich ein Herz gefasst und einen Artikel für den Spiegel formuliert.

"Soziale Kriege - Vom Unbehagen der bürgerlichen Mittelschicht".

Da legt er vor. Da zieht er schon in den ersten Passagen winkend und im Sportwagen an seinem offensichtlich nur noch an Klamauk und Provokation interessierten Kollegen Sloterdijk vorbei. Eins ist klar: der Precht sieht messerscharf in unsere Gesellschaft hinein, und er nimmt echt überhaupt kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Aussprechen der unbequemen Wahrheit geht.
Im Eifer des Combats kommt es da schon mal vor, dass man den Sarrazin so nebenher im ersten Absatz wegbügeln muss:
"Thilo Sarrazin braucht kein Mitleid. Er könnte auch schlecht damit umgehen. Und es geht schon gar nicht darum, ihm recht zu geben, in was auch immer. Fürs Rechtgeben sind seine Ansichten viel zu durchwachsen und zu missverständlich, mit Ausnahme vielleicht all des Unverstandenen und Unverständlichen aus der Genetik. Hier ist er eindeutig - und zwar eindeutig ohne Sachkenntnis."
Hihi! Da freut sich das Kennerherz, wenn es merkt, dass es auch weiß, dass dieser weißbärtige Dackel doch wirklich nur eine Woche zu lange vergessen hatte, den Biomüll zu leeren, um den dann zwischen zwei roten Pappdeckeln der Deutschen Verlags-Anstalt zuzuschieben. Klar, dass man als Intellektueller auf solche Seichtheiten keinen Bock hat. Zapp! Weg vom Fenster, der Sarrazin. Und wir!? Wir wollen endlich die guten, die präzisen Analysen unserer Situation!

Und die schüttelt der Precht uns mal so eben aus dem Ärmel, ganz nebenbei, locker, wie die jungen Germanisten das heute so machen:
"Es gibt Integrationsprobleme von Migranten in Deutschland, es gibt einen Moralverlust in allen sozialen Schichten, einen Sittlichkeitsverfall im öffentlichen Umgang, eine Enthemmung bei Sex und Gewalt, eine soziale Erosion der Mittelschicht und vor allem: Desorientierung."
Wow. In-die-Fresse-Analysen dieser Art hat man lange nicht gelesen. Gut vor allem, dass einer sich mal wieder traut, uns die "Enthemmung bei Sex" als Teil des allgemeinen Sittlichkeitsverfalls unverblühmt auf den Tisch zu knallen. Aber der Precht wäre nicht alle, die er ist, wenn er nicht auch genau sagen könnte, wie man dieses Problem wirklich genau verstehen kann:
"Wirklich begriffen [und "wirklich begreifen", DAS wollen wir!] wird dieses Problem allerdings nur jenseits aller Sarrazinaden um gefährdete Deutsche und gefährliche Migranten. Es stehen sich keine Völker gegenüber und keine Ethnien, sondern zwei moralische Kulturen. [...] Es ist das Ethos des Sozialen und das Ethos des Dissozialen."

Sätze wie Sniper-Head-Shots sind das, die der Precht da einen nach dem anderen raushaut. Zielgenau, schnell - und immer genau dahin, wo sie hin müssen, dahin, wo es weh tut: die wunden Stellen unserer Gesellschaft.
"Bedrohlich ist nicht der religiöse Fundamentalismus, sondern die Moralferne der Halbintegrierten, die Melange von religiösem Machismo und Gangsta-Kult, islamistischem Chauvinismus und westlichem. Was die Kinder von Allah und 50 Cent gefährlich macht für unseren sozialen Konsens, sind nicht Gene oder Glaube. Gewalttätige Migranten sind nicht in erster Linie von religiösen Wahnvorstellungen unheilvoll beseelt, sondern weit häufiger von Drogen. In diesem Punkt unterscheiden sie sich nicht von Deutschen."
Drogen. Schon wieder voll ins Schwarze! Aber während delirierende Jugendliche noch unsere Banken versteigern, dazu Porno-Rap hören und auf die Straßen spucken, spuckt sich der David schonmal in die Hände packt die Sache an:
"Auch die Dissozialen unserer Gesellschaft werden weniger durch muslimische Propaganda aufgeheizt als durch kapitalistische: durch Gangsta-Rap, Killerspiele und Pornografie."
Kawumm. Damit sollten dann auch die letzten Zweifel ausgeräumt sein, wer in unserem unübersichtlichen Diskussionslandien die Hosen an und den Revolver geladen in der Hose stecken hat. Klar, erklärt er uns dann noch, die Welt ist kompliziert, das macht diesen ganzen kleinen Menschlein natürlich Angst, wenn die sich dann nur noch so schwer orientieren können. Und sowas, das sieht ja jeder, das nutzten so Leute wie der Sarrazin dann eiskalt und ohne Sachverstand aus, um Menschen mit ihren Plattitüden zu verführen.