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Dienstag, 21. Februar 2012
Samstag, 18. Februar 2012
Der elf-köpfige Soziograph auf Bildungsreise XXIX
Der elf-köpfige Soziograph versteht keine zwei-seiten Form; vergrämt keine widerstreitenden Pagen; der Soziograph verwendet nur selten Gouache: Die Binarität der Eloge.Doppelt gebunden: Spaziergang an einer Baustelle, sommerliche Großbäume, Großgebäude in passionierter Elegie sich freundschaftlich gegen elf trübe müde Notizgesichter neigend. Hinten ziehen kahle Bäume mit dem Spliss ihrer Baumspitzen Kritzeleien in den Wolken-Wunderblock:Chiffernschrift der Natur flüstert leise verblümt das Geheimnis der Poesie:Order from Noise // Noise from Order:eiseoP red sinmieheG sad tmülbrev esiel tretsülf ratuN red tfirthcsnreffihC.An der Grenze zu anderen Kontexten, äußeren Hüllen der Wirklichkeiten entlang. Hier keine Hintergründe: Letzter Versuch einer Umschichtung von Gewichten, Großgeschichten, Gesichter. Verschwimmende Immanenzfenster: drinnen fressen draußen auf wie vice versa auch.
Die Ununterscheidbarkeit der Symptome.
Dienstag, 12. Juli 2011
Der Mensch ist... -- Eine Essaysammlung nach Hans Blumenberg
Der Mensch ist ein Tier, das schwindelt.
(E.A. Poe)
Der Mensch ist ein Neider.
(Helmut Schoeck)
Der Mensch ist der größte und gemeinste physikalische Apparat.
(Goethe)
Der Mensch ist das indirekte Wesen.
(Simmel)
Der Mensch ist sozusagen eine Art Prothesengott.
(Freud)
Der Mensch ist ein Wesen, das sich an alles gewöhnt.
(Dostojewski)
Der Mensch ist ein Agglomerat von Systemen.
(Luhmann)
Der Mensch ist ein Wesen der Zucht.
(Gehlen)
Der Mensch zeigt sich als Seiendes, das redet.
(Heidegger)
Der Mensch ist -- von der Natur auf den Weg über die Logik zur Kultur gezwungen -- das ordentliche Lebewesen.
(Marquard)
Der Mensch ist das Wesen, das vor sich selber Angst hat.
(Blumberg nach Engels, jung)
Der Mensch ist das Wesen mit Berührungsfurcht.
(Canetti)
Der Mensch ist ein Wilder, nachdem er aufgehört hat, Affe zu sein.
(Marx)
Der Mensch ist sechs Fuß einer bestimmten Reihenfolge von Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Phosphoratomen.
(Joshua Ledersberg)
Die Menschen sind eine am Größenwahn erkrankte Affenspezies.
(Hans Vaihinger)
Der Mensch ist das Wesen, das übertreiben kann.
(Blumenberg nach Spengler)
Der Mensch ist das Geschöpf, das sich langweilt.
(Sombart)
Das Tier, das sich selbst vervollkommnen darf.
(Kant)
Das Tier, das versprechen darf.
(Nietzsche)
Das Tier, das zum Umzug in abstrakte Gehäuse verdammt ist.
(Sloterdijk)
Der Neinsagen-Könner.
(Scheler)
Ich glaube, der Mensch ist am Ende ein so freies Wesen, daß ihm das Recht zu sein, was er glaubt zu sein, nicht streitig gemacht werden kann.
(Lichtenberg)
Der Mensch ist das einzige Tier, das errötet oder erröten sollte.
(Twain)
Der Mensch ist ein Wesen, das klopft, schlechte Musik macht und seinen Hund bellen lässt.
(Tucholsky)
Der Mensch ist das einzige Wesen, das im Fliegen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann.
(Loriot)
Der Mensch ist invariant gerade als das sich [...] stets überschreitende Wesen."
(Bloch)
(Bloch)
Samstag, 5. Februar 2011
Der einen Freud, der Martha Leid
Freud in einem Brief an seine Frau:
„Wehe, Prinzesschen, wenn ich komme. Ich küsse Dich ganz rot und füttere Dich ganz dick, und wenn Du unartig bist, wirst Du sehen, wer stärker ist, ein kleines, sanftes Mädchen, das nicht isst, oder ein großer, wilder Mann, der Cocain im Leib hat. In meiner letzten schweren Verstimmung habe ich wieder Coca genommen und mich mit einer Kleinigkeit wunderbar auf die Höhe gehoben. Ich bin eben beschäftigt, für das Loblied auf dieses Zaubermittel Literatur zu sammeln."
„Wehe, Prinzesschen, wenn ich komme. Ich küsse Dich ganz rot und füttere Dich ganz dick, und wenn Du unartig bist, wirst Du sehen, wer stärker ist, ein kleines, sanftes Mädchen, das nicht isst, oder ein großer, wilder Mann, der Cocain im Leib hat. In meiner letzten schweren Verstimmung habe ich wieder Coca genommen und mich mit einer Kleinigkeit wunderbar auf die Höhe gehoben. Ich bin eben beschäftigt, für das Loblied auf dieses Zaubermittel Literatur zu sammeln."
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